
cc by flickr/ Simon Shek
Vor einiger Zeit war die von Verbraucherschützern immer wieder geforderte Ampel, die bei Lebensmitteln durch einfache farbliche Kennzeichnung Auskunft über die Verteilung der Nährstoffe und den Kaloriengehalt gibt, in der EU gescheitert. Nun konnten sich die Minister wenigstens auf eine neue Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel einigen.
Ab dem Jahr 2014 müssen Verpackungen Angaben zu Fett, Zucker, Salz, Kohlenhydrate und den Kaloriengehalt enthalten, was ja jetzt schon bei einigen Lebensmitteln der Fall ist. Die Angaben müssen je 100 g bzw. 100 ml gemacht werden und die Schrift muss eine Mindestgröße haben. Zusätzliche Angaben pro Portion oder den Anteil des Kalorientagesbedarf bleiben weiterhin optional. Die Regeln für Nährwertangaben treten jedoch erst 2016 in Kraft.
Desweiteren dürfen Lebensmittel-Imitate nicht mehr als das eigentliche Lebensmittel bezeichnet werden. Analog-Käse darf also nicht mehr Käse heißen. Desweiteren müssen für Allergiker allergieauslösende Stoffe deutlich hervorgehoben werden und Produkte mit Koffein müssen Warnhinweise für Kinder und Schwangere enthalten. Bei Frischfleisch wird es in Zukunft Pflicht über die Herkunft zu informieren, was bisher nur für Rindfleisch gilt.
Kritiker halten diese Regelungen immer noch für zu wenig. Mal sehen, wie sie umgesetzt werden und ob es für uns Verbraucher am Ende eine Verbesserung darstellt…
Lebensmittel Ernährung, EU, Gesundheit, Lebensmittel-Ampel
Vielen von uns ist es bestimmt schon einmal so gegangen, dass er nach dem Genuss von einem vermeintlich leichten Essen einen Blick auf die Kalorientabelle geworfen hat und dann festgestellt hat, dass es doch eine ganz schöne Bombe war. Ja, Lebensmittel sind nicht mehr so leicht zu durchschauen. Um für die Verbraucher einen einfachen Weg aus dem Produkte-Dschungel zu finden, sollte europaweit eine sogenannte Ampel-Kennzeichnung eingeführt werden.
Dabei würden auf jeder Verpackung die Bestandteile in gut, in Maßen okay und schlecht unterteilt werden. Hat ein Produkt zum Beispiel viel Zucker oder Fett wäre dies für alle ersichtlich rot unterlegt, das Positive grün und das, was man in Maßen essen sollte eben gelb.
Vor allem Ärzteverbände und Verbraucherschützer machten sich für die Ampel stark, die sicherlich manchem zu einer besseren Ernährung verholfen hätte. Die Lebensmittelkonzerne waren (natürlich) strikt dagegen und taten ihr bestes um gegen die Ampel ins Feld zu ziehen.
So wie es aussieht haben sie nun gewonnen, denn das EU-Parlament lehnte die Ampel nun ab.Vor allem die Konservativen setzten sich gegen die Ampel ein, da sie zu vage sei. Nun sollen die Hersteller in Zukunft zu klaren und ersichtlichen Angaben verpflichtet werden. Dies machen die meisten eh schon und vielen Verbrauchern, in erster Linie natürlich Kindern, nützt dies bisher wenig…
Ernährungsplan Ernährung, Gesunde Ernährung, Lebensmittel-Ampel, Lebensmittelrecht, ungesund