Wir alle haben wohl die berühmte Ernährungspyramide im Kopf. Diese sagte uns, dass wir jede Menge Nudeln, Kartoffeln und vor allem Getreideprodukte essen sollten, danach Obst und Gemüse zu gleichen Teilen. Als „eher selten“ wurden Milchprodukte, Fleisch, Fisch und Hülsenfrüchte empfohlen und Fett und Zucker sollte man so wenig wie möglich zu sich nehmen.
Inzwischen gilt diese Pyramide, die übrigens von Kellogg’s mit entwickelt wurde (!), veraltet. Nun wurde in den USA ein neues Schaubild als Ernährungsempfehlung veröffentlicht, deren Herkunft allerdings nicht minder fraglich ist: Sie stammt direkt vom US-Landwirtschaftsministerium USDA und wurde von Präsident Obama im Rahmen der Gesundheitskampagne seiner Frau Michelle in Auftrag gegeben.
„My Plate“ nennt sich das Konzept und wie der Name schon sagt wird unsere empfohlene Nahrungsverteilung in Form eines Tellers dargestellt. Die Hälfte von ihm wird mit Gemüse und Obst gefüllt, wobei Gemüse ein bisschen mehr überwiegt. Die andere Hälfte setzt sich aus Getreide und Proteinen zusammen, wobei es hier an Getreide ein bisschen mehr sein darf. Wichtig ist allerdings, dass man keine einfachen Kohlehdrate zu sich nimmt, also beispielsweise Vollkorn- statt Weizenmehl. Der Proteinanteil könne sich zudem entweder aus pflanzlichen oder tierischen Proteinen zusammensetzen. My Plate richtet sich also an Vegetarier und Fleischesser gleichermaßen.
Neben dem Teller steht noch ein Glas, das uns den Konsum von Milchprodukten mit geringem Fettgehalt empfiehlt. Dazu gibt es noch den Hinweis, dass Wasser eindeutig besser als süße Softdrinks ist. Im Großen und Ganzen ja keine schlechte Darstellung, jedoch auch nichts Neues. Zudem fragt man sich schon, warum unter anderem das Milchglas so wichtig sein soll…
Gewürze machen unsere Speisen meist doch erst zu dem wahren Hochgenuss, der sie hoffentlich sind. Gewürze machen Lebensmittel jedoch nicht nur schmackhafter, sondern haben auch eine positive Auswirkung auf unsere Gesundheit. Nicht umsonst galten Gewürze bereits vor tausenden von Jahren in bestimmten Kulturen als Heilmittel.
Die positive Wirkung von bestimmten Gewürzen auf unseren Körper hat nun wieder einmal eine Studie belegt. Dafür bekamen Probanden von den Forschern der Penn State University Gerichte wie indisches Curry, italienisches Kräuterbrot und Zimtkekse vorgesetzt. Die Speisen enthielten in der ersten Runde reichlich Nelken, Paprika, Rosmarin, Kurkuma, Oregano, Zimt und schwarzen Pfeffer. Diese Gewürze sind für ihre starken antioxodativen Wirkungen bekannt.
In einem zweiten Durchgang bekamen die Probanden dieselben Speise, nur ohne die besagten Gewürze zu essen. Nach beiden Runden wurden jeweils die Blutfettwerte gemessen. Diese waren nach dem ersten Durchgang mit den Gewürzen erheblich besser als beim zweiten ohne. Sogar die Insulinausschüttung war um 20 Prozent verringert.
Hohe Blutfettwerte stellen ein erhebliches Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen dar. Die Forscher erhoffen sich nun von diesen Testergebnissen neue Therapie-Ansätze mit Gewürzen. Also, beim Kochen immer auf reichlich Gewürze setzen und natürlich dabei frische Kräuter nicht vergessen!
An diesem Mittwoch ist das lang angekündigte Verbraucherportal lebensmittelklarheit.de der Verbraucherschutzzentralen und des Bundesverbraucherministeriums, über das wir bereits berichtet haben, an den Start gegangen.
Auf der Seite haben Bürger die Möglichkeit Produkte zu melden, bei denen sie sich durch Verpackung und Verpackungsangaben getäuscht fühlen. Die entsprechenden Unternehmen können dazu dann Stellung nehmen.
Das Portal war schon Monate vor dem Start mehr als umstritten. Während die einen die Möglichkeit sehr gut finden, halten Kritiker es für einen Pranger. Offenbar hat die Diskussion das Interesse der Leute noch mehr angeheizt, so dass kurz nach dem Start die Seite bereits zusammenbrach, da so viele auf das Portal zugreifen wollten. Über Stunden war lebensmittelklarheit.de gar nicht oder nur sehr schleppend zu erreichen. Der Ansturm war einfach zu groß. Langfristig wird sich zeigen, ob das Angebot weiter so gut genutzt wird und was es vor allem bringt…
Wenn es um Sport und/oder Abnehmen geht, dann hören wir immer wieder den Tipp, dass man so viel Wasser wie möglich trinken soll. In manchen Quellen ist sogar von bis zu drei Litern am Tag die Rede. Ein Team britischer Wissenschaftler hat diese Angaben nun in einem Artikel im „British Medical Journal“ angezweifelt und so die Debatte um den täglichen Wasserkonsum neu angestoßen.
Viele Richtlinien für den täglichen Wasserbedarf seien von der Industrie vorgegeben und die passenden Studien werden natürlich gleich mit in Auftrag gegeben. So wird die Kampagne „Hydration for Health“, die in Großbritannien fast schon allgegenwärtig ist und immer wieder auf die Wichtigkeit eines hohen Wasserkonsums hinweist, vom Lebensmittel-Riesen Danone finanziert. Ach ja, und Danone gehören zufälligerweise auch Marken wie Evian oder Volvic…
Auf der anderen Seite wissen wir alle, dass wir eine ausreichende Menge Wasser zu uns nehmen müssen und dass zucker- oder chemiehaltige Getränke schädlich sind und zu Übergewicht führen können. Daher sollte man sich wohl an die alte Regel von gut 1,5 Liter am Tag halten und sich nicht von immer höher werdenden Mengenangaben verunsichern lassen. Vor allem im Sommer ist die Flüssigkeitszufuhr essentiell. Naja, und dass uns die Lebensmittelindustrie gerne den einen oder anderen Bären aufbindet, wissen wir ja bereits….
In der vergangenen Woche haben wir uns an dieser Stelle ja bereits kurz mit der Bedeutung von einem guten Frühstück am Morgen beschäftigt. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ist dafür Müsli besonders gut geeignet.
Es hält lange vor und ist reich an gesunden Fetten, Vitaminen und Ballaststoffen. Wenn man es dann noch mit anderen Zutaten mischt, ist der Start in den Tag mehr als perfekt. Bei der Wahl des Müslis sollte man jedoch darauf achten, dass es nicht eine übermäßig gezuckerte Sorte womöglich noch mit künstlichen Zusatzstoffen und Co. ist. Knuspermüslis sind hierfür häufig leider ein negatives Beispiel.
Am besten greift man zum guten alten Müsli auf einer Basis von Getreidesorten wie Hafer, Gerste oder Roggen. Dazu kommen Nüsse, getrocknete Früchte und Leinsamen. Frisches Obst rundet die Sache ab. Beeren sind im Sommer der Renner und Trauben, Äpfel und Bananen ganzjährig. Das Ganze rührt man dann noch mit einem fettarmen Milchprodukt wie Milch, Joghurt oder Quark an und nur wenn es einem wirklich noch nicht süß genug ist, gibt man eine Spur Honig dazu. Guten Appetit!