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Schon fast hätte man die sogenannte EHEC-Epidemie, die offiziell vor vier Monaten als beendet erklärt wurde, wieder vergessen. Wir sind sogenannte Lebensmittelskandale ja fast schon gewöhnt und so warten einige bereits auf die Fischgrippe oder Bienenpest. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat jedoch bis jetzt die Fälle untersucht und nun seinen Abschlussbericht vorgelegt.
Demnach waren Bockshornkleesamen, die aus Ägypten eingeführt wurden, die Ursache für den Ausbruch. Doch was ist nun eigentlich mit den Sprossen? „Darf man sie wieder essen?“ fragt sich vielleicht der eine oder andere. Grundsätzlich kann man dies laut dem BfR wohl mit einem Ja mit Einschränkungen beantworten.
Aus Bockshornkleesamen, die vor dem Oktober 2011 gekauft wurden, sollten zur Sicherheit keine Keimlinge gezüchtet werden. Sprossen sollten generell gut gewaschen werden, wobei sie in roher Form wohl vor allem Personen gefährlich werden könnten, die ein schwaches Immunsystem haben. In gekochter oder in gebratener Form sind sie jedoch nach wie vor unbedenklich, da der Erreger vor dem Verzehr abgetötet wird. War das Thema bei euch noch präsent?
Lebensmittel EHEC, Ernährung, Gesundheit, Sprossen, Studie, Tipps

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Fast alle, die mit einer Diät erfolgreich ziemlich schnell abgenommen haben, kennen den berühmten Jojo-Effekt. Die Kilos sind nach dem Beenden der Diät schnell wieder auf den Hüften. Meist wird dies entweder durch fehlende Willensstärke oder der Rückkehr in das alte Essverhalten begründet. Forscher haben nun jedoch herausgefunden, dass auch die Hormone einen großen Anteil am Jojo-Effekt haben.
Die Forscher beobachteten Übergewichtige, die an einem zehnwöchigen Diät-Programm in Australien teilnahmen. Interessant waren für sie vor allem diejenigen, die innerhalb der kurzen Zeit mindestens zehn Prozent ihres ursprünglichen Gewichts verloren. Dies waren im Schnitt 13,6 Kilo. Um dies zu erreichen nahmen die Abnehmwilligen acht Wochen lang nur maximal 550 Kalorien am Tag zu sich. In den letzten zwei Wochen führte man sie dann wieder langsam an das normale Essverhalten heran.
Nach der Diät nahmen die Probanden innerhalb eines Jahres im Schnitt wieder 5,4 Kilo zu. In dieser Zeit beobachteten die Forscher Hormone, die für den Appetit zu ständig sind. Dabei hatten sich die meisten von ihnen auch nach einem Jahr nach der Diät nicht wieder richtig eingependelt. Dies äußerte sich darin, dass die Probanden sagten, dass sie viel mehr Hunger als vor der Diät verspürten.
Die Wissenschaftler erklären dies durch ein Überbleibsel aus der Zeit, in der eine Gewichtsabnahme lebensgefährlich für den Menschen wurde. Daher würden sich nach schnellem Abnehmen die Hormone auf schnelle Zunahmen einstellen. Auch daran merkt man, dass radikale Diäten für den Körper nicht gut sind. Abnehmen sollte man langsam angehen. Gesunde Ernährung und Sport sind dabei das A und O.
Abnehmen Diäten, Ernährung, Gesundheit, Gewichtskontrolle, Jojo-Effekt, Studie, Tipps

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US-Forscher konnten in einer Studie zeigen, dass viele Übergewichtige generell geringere Mengen des Hormons PYY produzieren, welches der Körper als Sattmacher ausschüttet. Dies führt dazu, dass Menschen mit Übergewicht mehr Kalorien zu sich nehmen als sie sollten. So arbeitet ein Forscher-Team aktuell laut Medienberichten an einem speziellen Kaugummi, der die PYY-Menge im Körper steigern soll.
Das Problem war bisher, dass PYY bei oraler Einnahme weitestgehend im Magen zerstört wird und so kaum in den Körper gelangt. Jedoch kann Vitamin B12 als Träger fungieren und so das Hormon in ausreichender Menge ins Blut transportieren.
Dafür wollen die Wissenschaftler einen Kaugummi entwickeln, mit dem genau dies möglich wäre. Diese könnte man dann nach einer Mahlzeit kauen und hätte bei der nächsten gut drei Stunden später weniger Hunger. Noch ist man mitten in der entsprechenden Forschung. Ob und wann der Kaugummi seinen Weg in den regulären Markt findet, ist noch nicht klar. Das Prinzip klingt aber fast zu schön um wahr zu sein, oder?
Tipps & Tricks Abnehmen, Ernährung, Gewichtskontrolle, Kaugummi, Studie

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Die Nuss-Nougat-Creme Nutella wird von dem Unternehmen Ferrero gerne als gesundes Produkt beworben, dass auch mit Freude Sportler wie die deutsche Fußball-Nationalmannschaft vor dem Training zu sich nehmen. In diesem Zusammenhang preist der Konzern Nutella auf dem Etikett als Bestandteil eines gesunden Frühstücks an und belegt dies mit einer entsprechenden Nährwerttabelle.
Gegen Letztere hat der Bundesverband der Verbraucherzentralen geklagt und vor dem Oberlandesgericht Frankfurt in dieser Woche Recht bekommen. Die Verbraucherschützer hatte nämlich moniert, dass Ferrero bei der Nährwerttabelle auf der Basis von unterschiedlichen Grundmengen rechnet. Während bei der Angabe für Fett nur eine Portion für 15 Gramm hinzugezogen wurde, benutzte man bei den Vitaminen und Minaralstoffen eine Grundmenge von 100 Gramm. Auf den ersten Blick sieht es also so aus, als habe Nutella wenig Fett, aber dafür viele Vitamine.
Die Richter gaben den Verbraucherschützern Recht und haben Ferrero unter Androhung eines Ordnungsgelds in Höhe von 250.000 Euro dazu aufgefordert das Etikett zu überarbeiten. Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig, jedoch wurde keine Revision zugelassen. Grundsätzlich kann man wohl bei Nutella sagen, dass es eine Süßigkeit ist. Als solche absolut okay, aber sie dürfte in meinen Augen grundsätzlich nicht als gesundes Produkt vermarktet werden…
Lebensmittel Ernährung, Ferrero, Nutella, Urteil, Verbraucherzentrale

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Seit Jahren versuchen die Anhänger der Stevia Pflanze durchzusetzen, dass sie auch in Europa als Lebensmittel verkauft werden kann. Seit hunderten von Jahren wird Stevia in Südamerika als Süßungsmittel eingesetzt. Es hat keine Kalorien und verursacht auch keinen Karies. Während in anderen Staaten Stevia schon länger erlaubt ist, zierte sich die EU-Kommission.
Nun teilte man mit, dass man keine gentoxischen oder krebserregenden Zusammenhänge bei Stevia feststellen konnte. Daher wird die Pflanze und auch der aus ihr gewonnene Süßstoff Steviolglycosid erlaubt sein. Lebensmittelhersteller wie Coca-Cola jubeln bereits, da man so neue Produkte auf dem europäischen Markt einführen könne.
Den Umgang mit Stevia in der heimischen Küche muss man jedoch zunächst lernen, denn Produkte können einen Eigengeschmack haben und sind um ein vielfaches Süßer als Zucker. Man kann pulverisierte Blätter oder andere Formen verwenden. Wer auf den Süßstoff setzt, der sollte dabei bedenken, dass es sich hier wiederum um ein industriell gefertigtes Produkt handelt. Diesen Süßstoff werden wir wohl in den kommenden Jahren in Joghurt, Müsli, Schokolade und Co. finden.
Lebensmittel Ernährung, EU, Stevia, Steviolglycosid, Süßstoff, Zucker