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Der Darm ist das Abwehrgehirn des Körpers

4. Mai 2009

Viele Menschen haben Angst vor der (Schweine-)Grippe. Um viral bedingten Krankheiten trotzen zu können, ist es notwendig, die Darmflora aufzubauen. Dazu sollten die Menschen täglich probiotische Keime aufnehmen. Dazu gehören beispielsweise Kefir, frisches Sauerkraut, Joghurt und Brottrunk. Wichtig ist es aber, täglich eine ausreichende Menge aufzunehmen. Außerdem ist es wichtig, immer die gleichen Probiotika aufzunehmen, da sich diese nicht langfristig ansiedeln, sondern rasch wieder ausgeschieden werden. Neben der abwehrstärkenden Wirkung verbessern Milchsäurebakterien aus Brottrunk und Co auch die Darmfunktion und beugen helfen bei der Behandlung des Reizdarms.

Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einem Reizdarm oder Reizmagen, macht heute Sven-David Müller bei der Präsentation seines neuen Ernährungsratgebers Magen und Darm deutlich. Der Reizdarm ist keine psychosomatische Krankheit und trotzdem müssen viele Betroffene in die quälende Diagnosemühle, die dann oftmals mit der Aussage “das ist wohl psychisch bedingt” endet, kritisiert Diätassistent Müller. Ähnlich ergeht es Menschen mit chronischem Durchfall. Hier liegt oftmals eine Getreideeiweißunverträglichkeit (Sprue), eine Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz) oder eine chronisch entzündliche Darmerkrankung (Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa) zugrunde.

Magendrücken nach dem Essen, Sodbrennen, Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Winde oder Völlegefühl sind belastend und oft auf die Ernährungsweise zurückzuführen. Gerade der Reizdarm macht vielen Patienten das Leben zur Hölle. Daher habe ich in meinem Buch ein Sonderkapitel dem Thema Reizdarm gewidmet, erläutert Sven-David Müller, der als Diätassistent an der Gastroenterologischen Klinik des Universitätsklinikums Aachen über viele Jahre Magen-Darm-Kranke betreute und seine Erfahrungen jetzt im Ernährungsratgeber Magen-Darm zusammengefasst hat. Zusammen mit der Diätassistentin Christiane Weißenberger hat er in der Lehrküche die Rezepte entwickelt und auf die Bedürfnisse von Patienten, die unter Magen- und Darmerkrankungen leiden, abgestimmt. Die meisten Patienten, die unter solchen Krankheiten leiden, profitieren von Probiotika. Das sind lebende Milchsäurebakterien und ähnliche Mikroorganismen, die beispielsweise in Sauerkraut, Kefir oder Brottrunk vorkommen. Sie siedeln sich im Dickdarm an und fördern hier die Gesundheit. Präbiotika wie Oligofruktose (Inulin) steigern diesen Effekt noch, weiß Müller.

Eine allgemeingültige Magen-Darm-Diät gibt es nicht. Um eine optimale Ernährungstherapie festlegen zu können, benötigt der Patient eine exakte Diagnose. Für Morbus-Crohn-Betroffene gelten völlig andere Ernährungsregeln als für Colitis-ulcerosa-Kranke, betont Müller, der Menschen, die unter Magen-Darm-Problemen leiden, empfiehlt, den Gastroenterologen aufzusuchen. Das Buch bietet eine ausführliche, verständliche Einführung in die Funktion und die Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und mündet über einen speziellen Ernährungsteil in die Rezepte. Sven-David Müller und Christiane Weißenberger haben eine breite Palette von Ernährungsratgebern herausgegeben und beschäftigen sich in ihrer täglichen Berufspraxis mit Diät- und Ernährungsberatung, Schulung und Coaching sowie Vorträgen und Publikationen, die Patienten, die unter ernährungs(mit)bedingten Krankheiten leiden, das Leben erleichtern. Bibliografische Daten:

Ernährungsratgeber Magen und Darm – Genießen erlaubt: Richtig essen und trinken
Sven-David Müller-Nothmann, Christiane Weißenberger
2007.
160 Seiten, 105 Farbfotos, 15,5 x 21,0 cm, kartoniert
ISBN 978-3-89
12,90 Euro

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Richtig essen und trinken ist gut für den Magen und den Darm

15. April 2009

Der Darm ist das wichtigste Abwehrorgan des menschlichen Körpers und hat eine enorme Oberfläche. Viele Menschen denken zu wenig über die Funktion von Magen sowie Darm nach und essen ungesunde Lebensmittel. Verstopfung, Bauchschmerzen oder Reizdarm können Folge einer Fehlernährung sein. Für den Magen-Darmtrakt sind Probiotika von größter Wichtigkeit. Die gesunden Bakterien kommen beispielsweise in Brottrunk, Kefir oder Sauerkraut vor. Diese Lebensmittel sind viel gesünder und enthalten weniger Zucker und Fett als spezielle probiotische Joghurts. Wer täglich Brottrunk trinkt, lebt gesund.

Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und vielen hilft eine gezielte Ernährungstherapie, erläutert Sven-David Müller. Der Ernährungsexperte hat zusammen mit der Diätassistentin Christiane Weißenberger den Ernährungsratgeber Magen und Darm mit mehr als 60 leckeren Rezepten in der Schlüterschen Verlagsanstalt herausgebracht. Das Buch richtet sich insbesondere an Menschen, die unter Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Verstopfung und Durchfall, Reizdarm, Divertikel sowie Pilzerkrankungen des Darms leiden. Gerade in der Diätetik herrschen oftmals noch längst wissenschaftlich widerlegte Ernährungsempfehlungen vor. Beispielsweise ist die Beeinflussung einer Candida-Infektion nicht durch diätetische Maßnahmen möglich und beim Reizdarm-Syndrom spielt die Ernährungsweise eine große Rolle. Durch Probiotika, Pfefferminzöl und spezielle Ballaststoffe lassen sich die Beschwerden bei vielen Patienten vermindern.

Der Darmflora kommt eine besondere Bedeutung zu. In unserem Darm leben 100 Billionen Mikroorganismen und diese Zahl überschreitet die Zahl der Körperzellen deutlich. Der Mensch ist auf die Darmflora angewiesen. Sie schützt ihn vor Infektionen und fördert die Gesundheit. Viele Magen-Darm-Krankheiten haben eine direkte Verbindung zur Darmflora. Die Grundlagen der im Buch gegebenen Ernährungsempfehlungen sind wissenschaftliche Studien und Erfahrungen, die die Autoren im Rahmen ihrer Tätigkeit in der Diät- und Ernährungsberatung gesammelt haben. Sven-David Müller empfiehlt seinen Patienten täglich ein Glas Brottrunk zu trinken und regelmäßig Sauerkraut zu verzehren. Alle Rezepte sind hinsichtlich ihrer wichtigsten Inhaltsstoffe berechnet. Informative Tabellen runden das Buch ab.
In seinem Geleitwort weist Gastroenterologe Professor Dr. med. Hubertus Wietholtz, Chefrarzt am Klinikum Darmstadt, darauf hin, dass jeder fünfte Mensch in Deutschland an Verstopfung leidet und dass sich die Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz) zu einer Volkskrankheit entwickelt hat. Christiane Weißenberger und Sven-David Müller sind seit mehr als zehn Jahren zusammen als Buchautoren tätig. Christiane Weißenberger ist Hauswirtschafterin, Diätassistentin und Diabetesassistentin. In ihrer Versuchsküche entwickelt sie die Rezepte für das vorliegende Buch. Sven-David Müller studiert als Diätassistent und Diabetesberater nutritive Medizin. Er lebt und arbeitet in Berlin als Medizinjournalist und Gesundheitspublizist.

Bibliografische Daten: Die dicksten Diätlügen, Doreen Nothmann/Sven-David Müller, Schlütersche Verlagsgesellschaft mbH und Co. KG, Preis 12,90 Euro; ISBN

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