Dass gesundes und leckeres Essen kein Widerspruch sein muss, weiß jeder, der sich ein wenig mit dem Kochen mit frischen Produkten auseinander gesetzt hat. Zudem ist frische Küche auch nicht zwangsläufig teuer. Kinder sollten dies von klein auf mitbekommen, schon alleine da Übergewicht bei Kindern und die damit verbundenen Folgen sehr schlecht für die Entwicklung sind. Viele sehen hier auch in den Schulen eine große Verantwortung.
Seit Jahren wird das Schulessen angeprangert, jedoch fiel dies bei uns meist nicht so stark ins Gewicht wie in anderen Ländern. Mit der Verbreitung der Ganztagsschulen in Deutschland bekommt die Verpflegung in der Schule jedoch eine ganz neue Dimension. So haben Experten festgestellt, dass gut 90 Prozent der Schulen nicht auf gesunde Ernährung setzen. Stattdessen bekommen die Schüler ungesundes oder kaum genießbares Essen vorgesetzt. Die Folge: So manch einen zieht es mittags zu McDonald’s und Co.
Kritiker laufen seit einiger Zeit Sturm gegen das Schulessen in Deutschland und fordern konkrete Maßnahmen und Veränderungen. Aktuell berät darüber auch der zuständige Bundestagsausschuss. Einige TV-Köche machen sich bereits seit Jahren für dieses Thema stark.
Unsere Ernährung spielt eine große Rolle für unsere Gesundheit. Oft würden sich viele Krankheiten vermeiden lassen, wenn man sich nur gesünder ernähren würde. Frische Produkte tun nicht nur gut, sondern leisten auch einen entscheidenden Beitrag auf dem Weg zur Traumfigur. Trotzdem schwören viele leider immer noch auf Fertiggerichte.
Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen weist aktuell darauf hin, dass diese Fertiggerichte neben einigen anderen nicht besonders förderlichen Inhaltsstoffen auch zu viel Salz enthalten. In einer Studie wurden Mikrowellen-Menüs untersucht. Bereits bei einem Test vor eineinhalb Jahren enthielten 98 Prozent von ihnen zu viel Salz. Seitdem haben die Hersteller laut den Verbraucherschützern nicht viel geändert und sogar, eher im Gegenteil, manchmal noch mehr Salz in die Gerichte gepackt.
Die empfohlene Tagesdosis Salz liegt bei sechs Gramm. Mit nur einem dieser Gerichte habe man diese Menge bereits erreicht, wenn nicht sogar überschritten. Zu viel Salz ist sehr schädlich für den Blutdruck! In diesem Zusammenhang kritisierten die Experten auch die mangelnde Transparenz auf den Verpackungen, was den Salzgehalt angeht.
Beschäftigt man sich einmal genauer mit unserer Lebensmittelindustrie ist das Ergebnis einer aktuellen GfK-Umfrage im Auftrag der „Apotheken Umschau“ sicherlich nicht verwunderlich. Demnach fürchtet sich gut jeder zweite Deutsche vor Schadstoffen in Lebensmitteln.
Ganze 54 Prozent der Befragten gaben an, dass sie Umweltgifte, Pflanzenschutzmittel und Rückstände von Düngemitteln im Essen fürchten. Ähnlich viele halten auch Antibiotika und Hormone für eine reale Gefahr. 52,5 Prozent haben Angst vor krebserregenden Stoffen, 50,7 Prozent vor gentechnischen Veränderungen und 50,5 Prozent nannten dabei Krankheitserreger wie Salmonellen oder Colibakterien.
Interessant ist auch, dass das Bewusstsein für chemische Zusätze im Essen gestiegen ist. 2007 hielten noch 37 Prozent der Deutschen dies für besorgniserregend, nun sind es bereits 46,9 Prozent. Die Angst vor Tierseuchen ist hingegen zurückgegangen. Vor fünf Jahren machten sich noch 46,4 Prozent Gedanken um Schweinepest und Co. Heute sind es nur noch 35 Prozent. Natürlich sind solche Tendenzen wohl auch medial beeinflusst, gleichzeitig ist es aber auch ein Zeichen dafür, dass sich immer mehr Menschen mit unseren Lebensmitteln zu beschäftigen scheinen.
Starkoch Jamie Oliver setzt sich seit geraumer Zeit für gesünderes Essen ein. In seiner US-Sendung hat er sich nun mit McDonald’s angelegt und das mit Erfolg! Jamie deckte in seiner Show eine ziemlich fragwürdige Methode auf, wie McDonald’s Fleisch „aufbereitet“.
Durch den Zusatz Ammoniumhydroxid, der laut Jamie Oliver wie „pinker Schleim“ aussieht, wird minderwertiges Fleisch wieder zu Burgern und Co. gemacht. Seit Monaten setzt sich der TV-Koch gegen diesen Zusatz ein und hat so bereits dazu beigetragen, dass Burger King und auch Taco Bell den Zusatz nicht mehr verwenden.
McDonald’s gab nun ebenfalls klein bei und kündigte an, Ammoniumhydroxid nicht mehr verwenden zu wollen. Natürlich nicht aufgrund des öffentlichen Drucks, sondern weil man seinen Standard verbessern wolle…
In seiner Sendung deckte Jamie Oliver auf, dass die Fast Food Kette minderwertiges Fleisch, das man so wohl nur für Hundefutter verwenden würde, mit dem Zusatz aufbereite, um es dann an den Menschen weiterzuverkaufen.
Wir alle wissen, dass Limonaden und andere süße Drinks nicht gerade gut für die Figur sind. Daher weichen viele auf Diät-Getränke aus. Diese versprechen den vollen Limo-Geschmack und haben dabei so gut wie keine Kalorien. Klingt eigentlich zu gut um wahr zu sein und das ist es offenbar auch, denn US-Forscher haben nun herausgefunden, dass der regelmäßige Konsum von Diät-Drinks das Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden deutlich erhöht.
Den süßenden Effekt erreichen solche Getränke durch chemisch hergestellte Süßstoffe. Diese sind schon seit längerem in Verruf geraten. Die US-Studie ergänzt dies im Grunde nur noch. Die Wissenschaftler verglichen dafür die Daten von über 2.500 Menschen. Dabei achteten sie darauf, wie häufig die Teilnehmer verschiedene Erfrischungsgetränke zu sich nahmen und wie oft sie in den letzten zehn Jahren einen Schlaganfall erlitten hatten. Mögliche Vorerkrankungen wurden dabei natürlich berücksichtigt.
Am Ende zeigte sich, dass alle, die täglich Diät-Getränke zu sich nahmen, ein um 43 Prozent höheres Risiko haben, Gefäßprobleme zu bekommen! Durch normal gesüßte Getränke wurde das Risiko wohl nicht direkt beeinflusst, genauso wenig wie wenn man die Getränke nur selten zu sich nimmt. Nun will man die Zusammenhänge genauer untersuchen.