Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ist es ganz sicher so, dass man durch fettarmes Essen nicht nur gesund abnehmen kann, sondern es auch möglich ist, dass dadurch erzielte Wohlfühlgewicht langfristig zu erhalten. Eine fettarme Ernährungsweise erfordert bei vielen Menschen zunächst eine echte Ernährungsumstellung, hierdurch wird vielen erstmals aufgedeckt und bewusst gemacht, was sie bisher alles an “versteckten” Fetten unnötigerweise zu sich genommen haben. Das es auch anders geht, zeigen uns die leckeren Gerichte der fettarmen Küche, denn sie sind trotz des geringeren Fettgehaltes ebenso lecker und schmackhaft, machen lange satt und sind auch durchaus bekömmlicher als die vergleichbaren vollfetthaltigen Varianten.
Fettarmes Essen schlägt sich natürlich auch in der Gesamtkalorienbilanz nieder, denn durch eingespartes Fett werden viele unnötige Kalorien dem Körper erst gar nicht zugeführt. Viele Anwender berichten auch nach der Ernährungsumstellung von einem allgemein gesteigerten Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit.
Fettarmes Essen hat nichts mit Diäten zu tun, sondern wirkt langfristig und nachhaltig und ist deshalb gesund. Zudem kann ein zu hoher Cholesterinspiegel auf ganz natürliche Art und Weise gesenkt und Ablagerungen an den Gefäßwänden verhindert werden. Fettarmes Essen sollte immer eingebettet sein in ein übergeordnetes Lebens- und Ernährungskonzept. Dazu gehören vernünftige Bewegung, kein Übermaß an alkoholischen Getränken und das Rauchen am besten ganz einzustellen.
Da Fette in Lebensmitteln immer gekennzeichnet sein müssen, sollte auch die Auswahl an entsprechenden fettarmen Lebensmitteln im Supermarkt nicht schwerfallen. Am gesündesten sind mitunter Fette mit einem hohen Anteil aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren, wie etwa kalt gepresstes Olivenöl oder Rapsöl. Diese können hoch erhitzt werden und eignen sich daher auch zum Braten und Dünsten. Ungesättigte Fette haben sogar einen protektiven, also gefäßschützenden Effekt.
Zur gesunden, fettarmen Ernährung gehört aber auch der konsequente Verzicht auf manche Produkte, bei denen man nicht sicher sagen kann, welche ungesunden, gesättigten Fette in ihnen enthalten sind. Dies trifft häufig zu auf industriell produzierte Wurst-und Fleischprodukte. Man sollte aber auch nicht zu streng sein, damit der Spaß an der Sache nicht verloren geht. So ist es durchaus möglich auch mal ein Stück Salami zu genießen und trotzdem gesund abzunehmen, wenn man seinem Weg weiterhin ansonsten fettarm zu essen treu bleibt.
Der Streit zwischen McDonalds und der Stadt San Francisco geht in eine neue Runde: Wir haben an dieser Stelle bereits darüber berichtet, dass San Francisco nun eine Initiative gegen Fettleibigkeit von Kindern ins Leben gerufen hat, die unter anderem auch vorsieht, dass in den Happy Meals von McDonalds keine Spielzeuge mehr verkauft werden dürfen, falls der Konzern sich nicht an bestimmte Höchstgrenzen bei Kalorien, Fett, Salz und Zucker hält, was bisher nicht der Fall ist.
Man glaubt, dass viele Kinder sich das Fast Food wünschen, da sie das Spielzeug haben wollen. Geht es nach den Initiatoren soll die Regelung bereits ab Dezember nächsten Jahres gelten. Doch MacDonalds wettert nun dagegen:
Seit fast 40 Jahren würden die Eltern dem Konzern vertrauen. Auf der Karte habe man eine Auswahl, die die Verbraucher zufriedener mit ihrem Lebensstil mache. Hier ist das letzte Wort wohl noch lange nicht gesprochen.
Schade ist dabei vor allem, dass San Francisco bisher alleine mit dieser Idee dasteht und das obwohl sich alleine in den letzten Jahren die Anzahl von fettleibigen Kindern in den USA fast vervierfacht hat.
Wir alle kennen den berühmt-berüchtigten Body-Mass-Index, kurz BMI. Dieser soll eine Aussage darüber treffen, ob wir Normal-, Unter- oder Übergewicht haben. Jedoch wurde dieser in letzter Zeit von immer mehr Experten abgelehnt, da er keine wirkliche Aussage über die Verteilung des Körperfetts macht.
So haben muskulöse Männer zum Beispiel häufig einen hohen BMI und gelten damit als übergewichtig, obwohl sie mehr als sportlich sind. Viele Experten tendieren daher zu einer neuen Berechnungsmethode, der sogenannten Waist-to-Height Ratio, kurz WtHR.
Diese setzt den Taillenumfang mit der Körpergröße ins Verhältnis und soll so eine treffendere Aussagen über unsere Gesundheit machen. Man weiß inzwischen nämlich, dass Fett nicht gleich Fett ist. Einfach gesagt: Das Fett an der Taille ist am gefährlichsten, denn dieses liegt direkt an den Organen, wohingegen ein bisschen Speck an Po und Beinen nicht gleich ungesund ist.
Der WtHR-Wert wird berechnet, indem man ganz einfach den Taillenumfang in Zentimeter durch die Körpergröße in Zentimeter teilt. Liegt das Ergebnis bei bis 40-Jährigen zwischen 0,4 und 0,5 befindet man sich im normalen Bereich. Alles, was über 0,5 oder unter 0,4 liegt, gilt als bedenklich. Im Alter von 40 bis 50 liegt der Idealwert zwischen 0,5 und 0,6. Bei über 50-Jährigen verschiebt sich die Grenze dann immer mehr hin zu 0,6.
Übergewicht ist in der gesamten westlichen Welt ein immer größer werdendes Problem. Die USA gehören hier zu den absoluten Spitzenreitern. Fast jeder Erwachsene wiegt hier zu viel, was auch bei immer mehr Kindern der Fall ist. Schuld sind für viele u.a. die unzähligen Fast-Food-Ketten.
So gibt es in den USA momentan mehrere Initiativen, die den Fast-Food-Riesen den Kampf angesagt haben. Vor kurzem verbot eine Stadt den Einsatz von Drive-In-Schaltern, denn die Hungrigen sollen wenigstens kurz aus dem Auto aussteigen und ein paar Schritte laufen um an Burger, Pommes und Co. zu kommen.
San Francisco will in dieser Beziehung vor allem die Kinder schützen. So sollen die sogenannten „Happy Meals“ der Burgerkette McDonald’s in ihrer jetzigen Form verboten werden. Die Kinder würden die Menüs meist nicht nur aufgrund des Fast Foods kaufen, sondern auch aufgrund der Spielsachen, die sich in den Tüten als kleines Extra befinden.
Der Stadtrat von San Francisco ist davon überzeugt, dass dies Kinder zum übermäßigen Konsum von fetten Lebensmitteln anregt und dadurch zum Übergewicht der Kleinen beitrage. So will San Francisco die erste US-Großstadt sein, die McDonald’s und Co. den Kampf ansagt. Ein entsprechendes Gesetz soll im Dezember 2011 in Kraft treten und u.a. das Spielzeug in den Tüten verbieten und dafür sorgen, dass mehr Obst, Gemüse und Co. Bestandteile der Happy Meals werden.
Noch ist hier das letzte Wort aber nicht gesprochen, denn der Bürgermeister hat bereits angekündigt ein Veto einlegen zu wollen. Wir finden die Initiative jedoch top! Immerhin ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.
Es gibt Studien, auf die man so wahrscheinlich als normaler Mensch nicht kommen würde. In den USA haben Wissenschaftler nun den Zusammenhang von nächtlicher Beleuchtung und Gewichtszunahme untersucht und kommen dabei zu einem mehr als überraschenden Ergebnis.
Über einen längeren Zeitraum hinweg setzten die Forscher dafür Mäuse nachts einem schwachen Licht aus, ähnlich unseren Straßenlaternen. Die Mäuse, die nachts beleuchtet wurden, nahmen in acht Wochen 50% mehr zu als die Mäuse, die einen normalen Hell-Dunkel-Rhythmus hatten.
Nun gehen die Forscher davon aus, dass vor allem Städter aufgrund der ständigen Beleuchtung (dazu zählen sie auch Computer oder TV) nachts einem höheren Risiko von Fettleibigkeit ausgesetzt sind. Durch die Beleuchtung werden wir angeblich dazu angeregt zu falschen Zeiten zu essen. Man nimmt so in Zeiten, in denen der Körper eigentlich Nahrung abbauen würde, zusätzliche Kost zu sich.
Klingt wirklich faszinierend, nur haben Mäuse nicht einen ganz anderen Tag-Nacht-Rhythmus als wir?