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Archiv für Februar, 2009

Ananas Diät

24. Februar 2009

Es gibt viele abstruse Diäten. Eine der wohl Schlimmsten ist sicherlich die Ananas Diät. Prinzipell handelt es sich hierbei im eine wohlschmeckende Frucht, die als frisches Obst oder auch als Saft für die meisten ein wahres Highlight ist. Wer sich diesen Genuss ein für alle Mal verderben will, der erreicht dies ohne Probleme mit dieser netten Diät.
Die theoretische Grundlage der Ananas Diät ist, das Enzyme der Früchte das Fett, welches wir an unserem Körper als überflüssig empfinden, mal schnell abbauen soll. Klar, der Ansatz klingt bereits vielversprechend.
Wissenschaftlich ist dieser Nonsense natürlich keinesfalls belegt. Daher muss man hier auch nicht näher auf weitere Details eingehen. Vielleicht sollte man sich noch bewusst machen, dass derartige Diätversuche durchaus kontraproduktiv sein können und unserer Gesundheit eventuell auch bei zu häufiger Anwendung nachhaltig schaden können.
Wer abnehmen will, der sollte statt einer Ananas Diät lieber mehr Bewegung und/oder eine sportliche Betätigung in betracht ziehen und den Luxus einer Ananas lieber beizeiten geniessen.

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Fett weg? Über Fettgewebe, Körperfettanteil, Fettverbrennung und Diät

9. Februar 2009

“Fett weg!” heißt der Schlachtruf, wenn es ans Diäthalten und Fasten geht. Die Speckrollen sind der Feind, den es hier zu bekämpfen gilt. Fett hat eine denkbar schlechte Presse. Dabei hat das Körperfett für den Menschen auch wichtige Funktionen, die über den reinen Energiespeicher hinausgehen. Wie ist Fettgewebe eigentlich aufgebaut, wie funktioniert die so genannte Fettverbrennung und ab wieviel Anteil Fettgewebe im Körper ist man wirklich übergewichtig?

Körperfettanteil

Eigentlich sagt die Waage ja recht wenig über den Gesundheits- und Übergewichtszustand eines Menschen aus. Trainierte Menschen wissen: Muskeln haben einiges Gewicht. So kann ein trainierter Mensch genau so schwer sein wie ein Untrainierter. Was sie unterscheidet, ist der Körperfettanteil. Mit diesem Wort meint man nichts anderes als den Anteil von Fettgewebe am gesamten Körpergewicht. Dieser schwankt je nach Alter, Trainingszustand und Konstitutionstyp. Es gibt für einen gesunden Körperfettanteil, wie überall, Richtwerte in Tabellenform. Ein Mann sollte nach diesen etwa 18-20% Körperfettanteil haben, eine Frau etwa 25%. Ein Körperfettanteil unter 5% ist schon gesundheitsgefährdend. Aber auch hier richtet sich der Körper nicht immer nach dem Lehrbuch. So gibt es durchaus Menschen mit 30% Körperfettanteil und darüber, die absolut gesund sind, und Bodybuilder im Trainingszustand, die 5% und darunter haben, ohne auf dem Zahnfleisch zu kriechen. Je älter man wird, desto höher liegt der Fettanteil. Das liegt am Abbau der Muskulatur im Laufe eines Lebens. Trainieren heißt also die Devise. Frauen haben einen leicht höheren Fettanteil, weil Schwangerschaft und Stillen eine erhebliche Menge Reserven fordert.


Fettgewebe

Die größte Menge Fettgewebe liegt direkt unter der Haut, es bilden sich aber auch Fettdepots um bestimmte Organe, wie beispielsweise die Niere, die damit in einer geschützten Kapsel liegt. Das Fett unter der Haut wirkt als eine Art Isolierschicht und natürlich als Energie-Reserve. Das Fettgewebe besteht aus Bindegewebe und darin eingelagerten Fettzellen und Blutgefäßen. Das ganze ist wunderbar gegliedert in kleine Läppchen. Eine Fettzelle sieht unter dem Mikroskop aus wie ein Siegelring, außen befindet sich der Zellkern und die Zellorganellen – die für die Funktion der Zelle zuständig sind, der Hauptraum der Zelle ist mit einem großen Fettröpfchen gefüllt. Das Fett innerhalb der Zelle besteht aus verschiedenen Arten von Fettsäuren, die wichtige Bausteine für Hormone und Zellmembranen sind.

Fettstoffwechsel und Fettverbrennung

Der Stoffwechsel des Fettgewebes wird durch Hormone beeinflusst – hierzu zählen fettmobilisierende Hormone, die die Freisetzung von Fetten aus der Fettzelle fördern, und Insulin, das die Speicherung von Fett auslöst Werden die Fette aus den Zellen freigesetzt, so zirkulieren sie an Eiweiße – Albumin – gebunden in der Blutbahn, bis sie die Leber erreicht haben, in deren Zellen sie entweder zur Energiegewinnung oder zur Herstellung körpereigener Baustoffe umgebaut werden.
Mit “Fettverbrennung” bezeichnet man die Oxidation der Fettsäuren, was nichts anderes ist als die Aufspaltung der langkettigen Fettsäuren und der Umbau der entstehenden Moleküle. Dabei wird Energie frei.
Vielfach ist zu lesen, dass man beim Sport innerhalb einer bestimmten Pulsfrequenz trainieren muss, um optimal Fett zu “verbrennen”. Diese ist jedoch von Fall zu Fall verschieden. Wahr ist, dass bei jeder Pulsfrequenz, die über dem Ruhezustand liegt, Energie verbraucht. Für eine erfolgreiche Diät, also Fettreduktion, ist weniger die Pulsfrequenz wichtig als die Energiebilanz. Es muss einfach mehr Energie verbraucht als zugeführt werden. Dass es Lebensmittel, Pillen oder Nahrungsergänzungsmittel gibt, die die Fettverbrennung beschleunigen, ist übrigens Humbug. Für solche Ammenmärchen gibt es keinerlei wissenschaftlichen Beweis.

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Richtig Abnehmen? Übergewicht hat auch seelische Ursachen

2. Februar 2009

Wer richtig Abnehmen möchte, braucht ein ganzheitliches Konzept, das Körper und Seele berücksichtigt. Übergewicht ist nicht nur eine Frage des körperlichen, sondern auch des seelischen Wohlbefindens. Keine Diät der Welt kann seelische Probleme lösen, diese aber können sich sehr wohl auf das Gewicht eines Menschen auswirken.
Emotionales Essen, beispielsweise, ist eine wichtige Ursache für Übergewicht, aber auch das seelisch bedingte, unterschiedliche Essverhalten von Normalgewichtigen und Menschen, die zu Übergewicht tendieren.

Emotionales Essen

Emotionale Esser kompensieren Stress, Angst und Trauergefühle mit übermäßigem Essen. Bei emotionalen Essern bestimmen die Gefühle, und nicht der Körper, wie viel gegessen wird. Problematisch ist dieses Verhalten deswegen, weil emotionale Esser selten zu Selleriestangen oder Karotten greifen, wenn sie gestresst sind. Es sind die fetthaltigen, süßen oder salzigen Snacks, die beruhigend wirken. Emotionale Esser tendieren auch dazu, überhaupt nicht zu merken, was und wie viel sie essen. Manche essen oft allein, und an ungewöhnlichen Orten – wie etwa dem vor der Haustür geparkten Auto. Oder sie greifen sofort nach Essen, wenn sie eine unangenehme Situation überstanden haben, wie einem Streit, oder einer anderen stressreichen Situation. In solchen Fällen essen emotionale Esser auch, wenn sie keinen Hunger haben. Typisch ist auch das Verlangen nach bestimmten Nahrungsmitteln in bestimmten Situationen – die klassische Liebeskummer Schokolade wäre ein Beispiel dafür. Aber emotionale Esser essen auch, wenn keine starken Gefühle im Spiel sind, wie wenn sie nichts zu tun haben, oder sich langweilen. Ganz typisch ist auch das schlechte Gewissen nach dem Essen.
Emotionales Essen hat die Tendenz, Probleme zu vermehren, statt sie zu lösen. Erstens natürlich, weil Essen keine Probleme lösen kann. Durch das übermäßige Essen entsteht Übergewicht, daraus wieder Stress und schlechtes Gewissen, dadurch wird noch vermehrt gegessen, was schließlich zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Statt des ursprünglichen Problems, dem man durch das Essen aus dem Weg gehen wollte, hat man nun viele. Ein Teufelskreis. Aber auch emotionalem Essen kann man begegnen, indem man die “Trigger” erkennt, die zum Essen führen, und sich Entspannungstechniken angewöhnt, mit denen man Stress begegnen kann. Ein Essenstagebuch hilft gerade emotionalen Essern sehr.

Das Problem der gezügelten Esser

Während emotionale Esser zu kalorienreicher Nahrung greifen, leben gezügelte Esser ständig auf Diät und kontrollieren jeden Bissen. Der Psychologe Peter Herman von der Universität Toronto geht von folgendem Modell aus: übergewichtige Menschen halten häufig Diät, um ihr Gewicht zu senken: sie zügeln also ihr Essen, was sie aber umso anfälliger für äußere Einflüsse macht. Zudem verlernen sie durch das ständige achten auf die Kalorien die Fähigkeit zu erkennen, wann sie satt sind. Diese so genannten „gezügelten Esser“ setzten sich beim Essen Grenzen, versuchen so zu steuern, wie viel sie essen und trinken. Das erfordert sehr viel Konzentration und Aufmerksamkeit. Das Problem ist, dass auch schon kleine Ablenkungen oder Alkohol diese Konzentration erlahmen lassen: die Person merkt nicht mehr, wie viel sie isst. Und wenn erst einmal die Kontrolle verloren ist, dann tendieren gezügelte Esser schnell zu einer Fressorgie. Wer kennt das nicht: wenn die Diät schon „ruiniert“ ist, kann man sich ja ruhig voll stopfen.

Sinnliche Esser

Viele psychologische Studien haben belegt, dass das Essverhalten bei Übergewichtigen und Normalgewichtigen unterschiedlich gesteuert wird. Viele übergewichtige Menschen sind anfälliger für Essensreize wie Gerüche oder Schaufensterauslangen, den TV Spot für das gebratene Hühnchen, und sie merken nicht, dass sie satt sind, das Gefühl für ihren Körper ist ihnen in diesem Punkt abhanden gekommen. Übergewichtige essen gern. Sie sind Genießer, sinnliche Esser. Dabei ist nicht der Genuss und die Sinnlichkeit problematisch, sondern die Art und die Menge des Essens, die zu sich genommen wird. Übergewichtige haben eine Tendenz zu kalorienreichen Lebensmitteln, wie etwa Pommes Frittes oder Hamburger, cremige Torte oder sahnige Schokoriegel. Darauf zu verzichten fällt ihnen schwer, sie brauchen also sehr viel mehr Willenskraft und Selbstdisziplin als Normalgewichtige, um abzunehmen. Damit eine Diät in diesem Fall erfolgreich ist, sollte sie auf jeden Fall viel Genuß beinhalten. Auch kalorienarme Speisen können sehr gut schmecken.

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