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Archiv für Dezember, 2008

Schnell Abnehmen? Lachen Sie doch einfach!

28. Dezember 2008

Sie wollen schnell abnehmen? Wieso lachen Sie nicht einfach mehr? Lachen ist gesund, dass weiß schon der Volksmund, und hat damit ausnahmsweise recht! Lachen aktiviert das Immunsystem – so bestätigten das Forscher des medizinischen Instituts der Osaka Universität und der Universität Birmingham, es reduziert Schmerz, wie es Forscher der Universität von Kalifornien bestätigten, und kann sogar Krebspatienten helfen, so fanden Mediziner der amerikanischen National Cancer Institutes heraus, die die Resultate ihrer Forschungen für ein aktives Hilfsprogramm für Krebspatienten anwenden – mit großem Erfolg.
Aber Lachen kann auch beim Abnehmen helfen. Das hat schon physiologische Gründe: beim Lachen werden nicht weniger als 21 Gesichtsmuskeln aktiviert, von den Bauchmuskeln und dem Zwerchfell ganz zu schweigen. Das Herz schlägt schneller, und die Atmungsrate steigt. Forscher des Meharry Medical College in Nashville fanden heraus, dass echtes, tiefes Bauchlachen eine Steigerung des Energieverbrauchs des Körpers um 10 bis 20 Prozent bringt. 15 Minuten Lachen pro Tag verbraucht den Kaloriengehalt eines kleinen Schokoriegels, neben allen anderen positiven Wirkungen. Lachen hält nämlich auch jung und macht attraktiver.

Tipps & Tricks ,

Fett abnehmen? Was Experten nicht wissen!

21. Dezember 2008

Der amerikanische Dokumentarfilm “Fat: What No One is Telling You”, der bisher in Deutschland nicht erschienen ist, wirft ein ganz neues Licht auf das Thema Fett, Abnehmen und Übergewicht. In diesem Film werden Wissenschaftler, Diätexperten und Ärzte zitiert, die einhellig die Meinung vertreten, dass das Thema Diät wesentlich komplexer ist, als gemeinhin angenommen.
Die erste Szene des Films beginnt mit einer attraktiven Rothaarigen auf einem Laufband. Sie schwitzt stark, aber sie lächelt freundlich in die Kamera. “Das ist kein durchschnittliches Training” keucht sie “aber ich war auch nicht durchschnittlich gewichtig. Ich muss mich weit mehr anstrengen als der Durchschnitt von Euch. Ich muss zweimal, ja manchmal auch dreimal so viel trainieren, nur um so pummelig zu bleiben.” Sie hat recht. Sie ist pummelig. Nach den Maßstäben für Schönheit des 21ten Jahrhunderts – und denen der Modezeitschriften – hat sie etwa 20 Pfund zuviel auf den Rippen. Ihr Milch-und-Blut Teint, die Grübchen wenn sie lächelt, der Pferdeschwanz und ihre Ausstrahlung machen sie richtig attraktiv. Aber es besteht kein Zweifel, dass die meisten Ernährungsberater ihr dringend raten würden, abzunehmen. Später im Film erfahren wir, dass sie drei Stunden pro Tag trainiert. Als ihre Mutter an Krebs starb, lernte sie viel über gesunde Ernährung. Sie isst gesund, nicht zuviel und unterzieht sich einem strengen Fitness-Trainingsplan. Warum nur ist sie dann pummelig?
Die Ärzte wissen es nicht. Keiner der Experten, die in der Dokumentation befragt wurden, hat keine genaue Erklärung für dieses Phänomen. “Die Fragen sind endlos” erklärt der Sprecher im Film den Zuschauern”Sind es ihre Gene, ihre Kindheit, ein Charakterfehler, Stress, Trauer, Liebeskummer, Fertiggerichte, das Fernsehen, verführerische Werbung, Schlafmangel oder genetisch veränderte Nahrungsmittel?”
Alles mag zutreffen. Aber selbst zusammen genommen stellen diese Erklärungen keine Antwort dar. Mediziner können der großen Mehrheit der Übergewichtigen beim Abnehmen nicht helfen. Weil sie die Gründe für Übergewicht im Endeffekt nicht kennen.

So einfach ist es nicht!

Obwohl die meisten Ärzte noch glauben “das Übergewicht dadurch entsteht, dass zuviel gegessen und zuwenig Sport getrieben wird. Dieses Denken ist aber viel zu vereinfachend” sagt Dr. Robert Lustig, Facharzt am Institut für Pädiatrische Endokrinologie der Universität von Kalifornien in San Francisco. Als Experte auf diesem Gebiet weiß er, dass Übergewicht ein “chronischer Zustand” ist. Und es gibt kein Heilmittel. Deswegen, so Lustig, nehmen auch 95% der Übergewichtigen, die sich einem ärztlich überwachten DIät-Programm unterziehen auch anschließend wieder zu – obwohl sie sich an die Empfehlungen der Experten halten.

Kalorien?

“Hier geht es nicht einfach um “Energie rein und Energie raus.” Wenn das so wäre, hätten wir das Problem schon lange gelöst.” so Dr. Lee Kaplan der Harvard Universität, der das Gewichts-Reduktionsprogramm des Massachusetts General Hospital leitet und ein neues klinisches Forschungsprogramm entwickelt hat. “Starkes Übergewicht sieht nicht aus wie eine schleichende Krankheit” fügt Kaplan hinzu “Aber es ist trotzdem eine. Wenn in ihrem körperlichen System nur um ein Prozent aus dem Gleichgewicht ist, kann das zu einer Gewichtszunahme von 100 Pfund führen. Über 400 Gene sind in der Gewichtsregulation involviert. Und dann kommen die Umweltfaktoren dazu.’”

Fette Vorurteile

Vorurteile über Fett, Abnehmen und übergewichtige Menschen ist das größte Hindernis zum Verständnis von Übergewicht. Oder auch nur das Problem verstehen zu wollen” sagt eine Krankenschwester, die ebenfalls in der Dokumentation erscheint. Mediziner und Ernährungsexperten wissen zu wenig über die Ursachen von Übergewicht einfach schon aus dem Grund “das Schuldzuweisung an das Opfer dem Verständnis im Weg steht!” so die Krankenschwester . Früher haben wir depressiven Menschen die Schuld für ihren Zustand gegeben. Jahrhunderte lang stand dieses Vorurteil einer vernünftigen Erforschung von seelischen Erkrankungen im Weg, bis sich heraus stellte, dass es sich nicht um Charakterfehler, sondern um ein chemisches Ungleichgewicht handelt. Viele Übergewichtige können ein Lied davon singen, wie herablassend Ärzte mit ihnen umgehen. So berichtet eine Patientin im Film, dass sie bei einem Termin für eine gynäkologische Vorsorgeuntersuchung vom Mediziner mit den Worten: “Sie sind zu dick, gehen sie nach Hause und nehmen erst einmal ab!” nach Hause geschickt wurde. Auch hierzulande hört man von solchen Fällen. Übergewichtige werden anders beurteilt. Während der Tod einen jeden ereilt, werden sie für ihren Tod verantwortlich gemacht. Ein schlanker Patient mit Herzinfarkt ist Herzkrank, ein Übergewichtiger mit derselben Diagnose stirbt an Fettleibigkeit.

Volksweisheiten

Der Volksmund sagt, dass wenn man zuviel isst und nicht genug Sport treibt, dann wird man fett. Punktum. Wie so oft irrt sich der Volksmund. Experten berichten, dass manche Menschen sehr wohl fette, kalorienreiche Mahlzeiten zu sich nehmen können und keinerlei sportliche Aktivitäten zeigen, ohne jemals an Übergewicht zu leiden. Andere trainieren täglich, folgen einem rigorosen Diätplan und sind trotzdem fettleibig. Natürlich gibt es immer wieder Menschen, die 10 Kilo abnehmen müssen, das auch schaffen und anschließend schlank bleiben. Aber die sind nicht fettleibig und müssen schon gar nicht gegen eine chronische Krankheit kämpfen.
Die Wahrheit ist eben weit komplexer.

Eine Krankheit, bei der der Körper die Heilung sabotiert

Sicher ist, dass Übergewicht “die Krankheit ist, bei der der Körper gegen die Heilung kämpft” so Dr. Michael Rosenbaum, ein Forscher der Columbia Universität. Im Allgemeinen ist der Körper darauf programmiert, die Heilung zu unterstützen. Nicht in diesem Fall. “Die Menschen denken, dass Diäthalten eine Frage der Wahl ist” sagt Arthur Frank, der Leiter des Weight Management Programm der George Washington Universität. Die Wahrheit ist, dass es nötig ist, starke Impulse des Gehirns zu überwinden, um Gewichtsverlust zu erreichen
Jeder, der schon einmal eine Diät gehalten hat weiß es: sobald der Gewichtsverlust da ist, verlangsamt sich der Stoffwechsel und verbraucht weniger Kalorien. Vom Blickpunkt des Körpers aus ist man auf einer einsamen Insel gestrandet und verhungert gerade. Dagegen versucht das Gehirn anzugehen: es stellt den Stoffwechsel auf Fettansatz und niedrigem Kalorienverbrauch um. So hat die Menschheit überlebt.
Hier spielen Speicherhormone, allen voran Leptin eine wichtige Rolle. Leptin wird vor allem in den Bauchfettzellen synthetisiert. Wenn Menschen zunehmen, steigt die Menge des Leptin, und wenn das Hormon an bestimmte Rezeptoren innerhalb von Neuronen (Nervenzellen) andockt, wird ihr Appetit unterdrückt. Wenn Menschen Abnehmen, sinkt der Körperfett Anteil, damit auch das Level des Leptin. Die Rezeptoren für Leptin an den Nervenzellen werden weniger, und andere Rezeptoren vermehren sich – was wiederum Hunger auslöst. Auch Fette, Zucker und andere Hormone beeinflussen die Nervenzellen. Aber der Hauptfaktor scheint Leptin zu sein. Der Leptin-Zyklus scheint auch der Grund dafür zu sein, dass bei vielen Übergewichtigen verordnete Appetitzügler, die Letpin enthalten, nicht wirken. Nach nur vier Monaten werden die Rezeptoren in den Nervenzellen für die künstliche Zufuhr resistent. Das Medikament kann nicht mehr wirken.

Übergewichtige und Gesellschaft

Wer trotz des Überangebots an Nahrung, seinen hormonellen Faktoren und seiner genetischen Veranlagung abnehmen will, muss sich daran gewöhnen, dass das ein lebenslanger Prozess ist, mit Phasen von Übergewicht die sich mit Phasen von Gewichtsreduktion abwechseln. Ein Mediziner im Film weist darauf hin, dass der Versuch, weiterhin weniger zu essen “wie der Versuch ist, eine Treppe hochzurennen, ohne schneller zu atmen. Man kann es eine Weile machen, aber nicht sehr lange!”
Viele Forscher und Mediziner entwickeln daher Gesundheitsprogramme, die den stark Übergewichtigen erlauben, trotz ihres Gewichts gesund zu bleiben. Sie sollen trainieren, gesund essen und sich mit ihrem Aussehen abfinden.
Genau hierin liegt ein weiteres Problem. Übergewichtige begegnen vielen Vorurteilen und Ablehnung. Sie erhalten statistisch nachgewiesen weniger Gehalt als Schlanke und bekommen die schlechteren Jobs. Auch bei der Partnerwahl tun sich viele schwer. Die interviewte Krankenschwester im Film bringt es auf den Punkt: “Übergewichtige Menschen versuchen in einer Kultur zu überleben, die ihnen mit Hass gegenübersteht”

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Diät gesund: einige Diätmythen und ihr Wahrheitsgehalt

18. Dezember 2008

Immer wieder tauchen in der Literatur und in Zeitschriften hartnäckige Diätmythen auf. Etwa der Mythos, dass man nach 20.00 Abends nicht mehr essen darf, wenn man abnehmen möchte. Eine Diät gesund durchhalten heißt auch, dass man solche Mythen hinterfragt, und sich mit den Tatsachen auseinandersetzt. Einer der hartnäckigsten Mythen in Sachen Gewichtszunahme ist der, dass Kalorien, die nach 20.00 zu sich genommen werden sozusagen doppelt zählen, weil der Stoffwechsel dann “langsamer” läuft. Unsinn, so das Fazit amerikanischer Forscher, die laut einem Artikel in der Weihnachtsausgabe des British Medical Journal (Bd.337, S.a2769) nicht belegen konnten, dass der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme Einfluss auf Gewichtszu- oder Abnahme hat. Vielmehr zählten hier nur die aufgenommenen Kalorien, so Rachel Vreeman und Aaron Carroll von der Universität Indiana in Indianapolis.
Wer zuviele Kalorien zu sich nimmt, nimmt zu. So einfach ist das. Um gesund abzunehmen sollte eine Gewichtsabnahme von einem Pfund pro Woche angestrebt werden. Dies erreicht man, wenn man von der derzeit aufgenommenen Kalorienmenge 500 Kalorien abzieht und mindestens vier Mal die Woche Bewegung in den Tagesplan einbaut.

Kohlenhydrate machen dick – auch das ist ein Mythos, der sich hartnäckig hält. Auch hier gilt: wer zu viel Kalorien zu sich nimmt, nimmt zu, egal welche Art von Nahrung er zu sich nimmt. Um Gesund zu bleiben ist es jedoch ratsam, zu komplexten Kohlenhydraten zu greifen – also Vollkornbrot, Vollkornnudeln oder Vollkornreis, statt zu einfachen Kohlenhydraten wie Zucker oder Weißmehl.
Übergewicht ist genetisch vorbestimmt. Stimmt nicht! Zwar ist es tatsächlich so, dass biologisch Verwandte eher den gleichen Körpertyp haben, das bedeutet aber nicht, dass eine gesunde, kalorienarme Ernährung und Bewegung wirkungslos verpuffen. Wichtig ist es, ein realistisches Körperbild zu haben. Untergewichtige Fotomodelle sind kein Vorbild, an dem man sich orientieren sollte. Ziel sollte ein gesundes Normalgewicht sein.
Wer Abnehmen will, muss Mahlzeiten auslassen: das stimmt ganz sicher nicht. FDH ist immer noch eine der beliebtesten Diätmethoden, ist aber ungesund und führt auf Dauer eher zu vermehrtem Essen. Wer eine oder mehrere Mahlzeit(en) auslässt, tendiert dazu, mehr zu essen, wenn er schließlich essen darf. Außerdem besteht das Risiko, dass der Körper auf den “Hungermodus” umschaltet, und damit eine Gewichtsabnahme wesentlich schwieriger macht. Mahlzeiten auszulassen trainiert das natürliche Sättigungsgefühl ab, und kann auch zu gesundheitlichen Problemen führen, wenn es zu lange betrieben wird: Gallensteine können beispielsweise die Folge von einer chronischen 800 Kalorien Diät sein.
Fett sollte ganz aus dem Speiseplan gestrichen werden: das stimmt nicht! Eine gesunde Diät enthält etwas Fett, möglichst ungesättigte Fettsäuren, wie etwa Olivenöl. Manche Vitamine, wie etwa Vitamin D, können nur über Fette in den Körper aufgenommen werden. Außerdem enthalten ungesättigte Fettsäuren wichtige Bausteine für das Nervensystem.

Diätmythen , ,

Yoga und Diät: Der Diät Tipp des Tages – Gefüllte Paprika und Bewegung

15. Dezember 2008

Ganz im Sinne des vorigen Artikels hier ein vollwertiges Rezept mit viel Gemüse, etwas Protein und gerade einmal 276 Kalorien pro Person!
Gefüllte Paprika – ganz leicht
für vier Personen:
- 4 schöne Paprikaschoten
- 400 g Magerquark
- ein Ei
- ein Eigelb
- 4 EL Olivenöl
- je 1 TL Oregano und gehackte Petersilie
- 30 g Semmelbrösel
- 50g geriebenen Parmesam
- 3 Zucchini
- 1 Schalotte
- 2 Knoblauchzehen
- Salz/Pfeffer

Die Paprikaschoten waschen und den oberen Teil (am Stiel) abschneiden. Kerne aus den Schoten entfernen, ebenso wie das weiße Fleisch. Den Stielansatz aufbewahren. Sorgfältig ausspülen. Die Schalotte und die Knoblauchzehen schälen und fein hacken. Die Zucchnini waschen, Stielansatz und Spitze entfernen und grob reiben. In einer Pfanne das Öl erhitzen, die Schalotte und den Knoblauch glasig werden lassen, die Zucchini hinzufügen und etwa 10 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten. Den Ofen auf 180°C vorheizen. In einer Schüssel nun die Füllung der Schoten vorbereiten: Den Quark mit den Zucchini, den Semmelbröseln, Parmesan, Ei und Eigelb, Petersilie und Oregano mischen. Salzen und Pfeffern. Die Paprikaschoten mit der Masse füllen, und den Stielansatz der Schoten wieder aufsetzen. Die gefüllten Schoten werden in eine Ofenform gesetzt, mit ein wenig Olivenöl benetzt und mit Alufolie abgedeckt. Bei 180°C etwa 45 Minuten braten. Nach der Kochzeit die Alufolie und die Stielansätze entfernen und die Schoten unter dem Grill im Ofen 5 Minuten gratinieren lassen. Die Stielansätze wieder aufsetzen.
Heiß servieren
Bewegungstipp des Tages
Yoga ist ja jetzt in aller Munde. Die sanfte Sportart aus Asien schult nicht nur Gleichgewicht und Flexibilität, sondern auch den Geist und die Konzentration.

Yoga ziehlt auf die gesamte Lebensweise des Übenden ab. Praktizierende haben nachweislich mehr Lebensfreude, sind ruhiger und leiden weniger an Herz-Kreislauferkrankungen.
Auch für Übergewichtige ist Yoga die richtige Sportart. Anfängerübungen belasten die Gelenke nicht, und schenken ein Körpergefühl, dass durch Stress, Bewegungsmangel und falsche Ernährung oft verloren gegangen ist. Gerade für Anfänger gilt: nicht in die Positionen zwingen. Sanftheit ist hier alles. Natürlich ist eine Schulung durch professionelle Lehrer am besten. Aber auch Bücher und Videos geben einen guten Einstieg für die, die sich noch nicht in die Yoga Schule trauen. Wichtig ist: hören Sie auf ihren Körper. Yoga soll nicht schmerzhaft sein! Lesen Sie sich ruhig erst einmal ein, und fangen Sie mit einer kurzen Übungsfolge für Anfänger an. Auch leichte Übungen zeigen eine erstaunlich positive Wirkung!

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Atkins Diät – die perversen Folgen einer fleisch- und fettreichen Kost

15. Dezember 2008

Die meisten Ernährungs-Experten sind sich einig: der Speiseplan der Menschen in den Industrienationen enthält schon jetzt viel zuviel Protein und Fett. Warum werden dann fett- und proteinreiche Ernährungsarten wie die Atkins Diät immer wieder in medizinischen Fachzeitschriften empfohlen? Martha Rosenberg, eine medizinische Fachjournalistin, die regelmäßig für den Boston Globe, die Los Angeles Times oder die Chicago Tribune, schreibt, hat sich über diese Frage Gedanken gemacht.

Ihr Artikel zum Thema ungesunde Diäten erschien auf Alternet, einem amerikanischen Netzwerk für alternative Informationsquellen. Ihrer Recherche zu Folge hat die Gewichtung der Artikel in angesehenen medizinischen Fachzeitschriften wie dem “Journal of Nutrition” viel mit Sponsoring durch die Fleischindustrie zu tun.

“Warum sollte eine medizinische Fachzeitschrift einen Artikel über die Vorteile proteinreicher Ernährung veröffentlichen, dessen Autor mit smiller@beef.org zeichnet?” fragt sie. Genau das hat das Journal of the American Medical Association, das Fachorgan des Medizinerverbandes getan, am 25. Juni 2007 unter dem Titel: “Die empfohlene Tagesmenge an Protein in der täglichen Ernährung: ein falsch verstandenes Konzept” (“The Recommended Dietary Allowance of Protein: A Misunderstood Concept.”). In der Oktoberausgabe desselben Jahres musste eine Gegendarstellung veröffentlicht werden, weil die Autorin Sharon L. Miller früher in der “National Cattlemen’s Beef Association” einer großen Organisation fleischproduzierender Betriebe, beschäftigt war.

Den meisten Menschen, und natürlich auch den meisten Ernährungsspezialisten weltweit, ist mittlerweile bekannt, dass eine Ernährung mit viel rotem Fleisch die Ursache für eine ganze Reihe von Krebserkrankungen und cardiovaskulären Schäden ist. Herzinfarkte und Krebserkrankungen führen die Liste der Todesursachen in der westlichen Welt an. Rotes Fleisch ist noch dazu eine reiche Quelle von tierischem Fett, das ebenfalls für Krebserkrankungen und vor allem Übergewicht verantwortlich ist.

Das ist auch den Fleischproduzenten bekannt. Im Fachblatt des Verbandes der amerikanischen Fleischhersteller erschienen deshalb mehrere Artikel, in denen empfohlen wurde, Studien, die das Gegenteil beweisen sollen, weit verbreitet zu veröffentlichen und auf die betroffenen Ernährungsspezialisten einen direkten Einfluss zu nehmen, um den Fleischkonsum der amerikanischen Bürger weiter aufrecht zu erhalten und wenn möglich zu steigern. Wörtlich: es bestehe die Notwendigkeit “for widespread dissemination of the scientific evidence supporting the role of protein in optimal health in order to alter the current misperceptions about protein in the diet” also “der flächenhaften Verbreitung von wissenschaftlichen Beweisen, die die Rolle von Protein für optimale Gesundheit herausstellen und damit das derzeit geltende, fehlerhafte Konzept der Rolle von Protein in der Ernährung ändert”

Die Folge waren Artikel wie der oben genannte in medizinischen Fachjournalen. Da man den fleischproduzierenden Betrieben kaum eine altrustische Haltung unterstellen kann, ist es offensichtlich, dass sie zu Gunsten wirtschaftlichen Profits mit der Gesundheit von Menschen spielen. Auch wirft das einen neuen Blick auf die derzeitige Mode, Kohlenhydrate aus der Ernährung zugunsten von Proteinen zu verbannen.

Diäten wie die Atkins Diät sind vom medizinischen Standpunkt aus ausgesprochen gefährlich. Eine einseitige Ernährung die wegen des hohen Cholesterin, Fett und Proteingehalts geradezu ein Wegbereiter für Herzerkrankungen und Krebs ist.

Uns als Endverbrauchern bleibt es nur, die Konzepte, die in diesem Bereich vorgestellt werden, ständig zu hinterfragen und die beste Entscheidung für unsere Gesundheit zu treffen.

Atkins Diät ,